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Wärme aus der Natur

Zukunftstechnologie Wärmepumpe nutzt Umgebungswärme
aus Wasser, Erde und Luft

Berlin, im Januar 2010

Die Wärmepumpe gehört zu den umweltschonendsten Methoden der Heizung und Warmwasserbereitung: Sie arbeitet vor Ort emissionsfrei, nutzt die Umgebungswärme direkt und kann in Kombination mit "Öko-Strom" zu 100 Prozent aus regenerativen Energien betrieben werden.

Bei einer Lebensdauer von ca. 20 Jahren benötigt sie kaum Wartung und setzt bei richtiger Planung und optimalem Betrieb das Drei- bis Vierfache der eingesetzten elektrischen Antriebsleistung tatsächlich in Wärmeenergie um.

Wärmepumpenheizung

Eine effiziente Wärmepumpe kann aus bis zu 75% kostenloser Umweltenenergie 100% Heizleistung erzeugen.

Das Prinzip dabei ist einfach: Wärmepumpen gewinnen Energie aus ihrer unmittelbaren Umgebung. Sie arbeiten wie ein Kühlschrank – nur mit umgekehrtem Vorzeichen. Während der Kältemittelkreislauf des Kühlschranks seinem Inneren Wärme entzieht und diese an die Umgebung abgibt, entzieht der Kältemittelkreislauf einer Wärmpumpe über Wärmeaustauschersysteme der Umgebung Wärme. Diese wird innerhalb des Gerätes auf ein höheres Temperaturniveau gebracht und kann dann zum Heizen genutzt werden.

Basis für die Funktionsfähigkeit der Wärmepumpe ist so genannte "Umgebungswärme", also die in der Luft, im Boden oder im Grundwasser gespeicherte Sonnenenergie. (siehe Grafik unten)

Um diese Umgebungswärme von einem relativ niedrigen auf das für Heizung und Warmwasser erforderliche Temperaturniveau zu erhöhen, nutzt die Pumpe ein Kältemittel. Dieses verdampft aufgrund seines niedrigen Siedepunktes durch die Umgebungswärme.

Gleichzeitig wird dem Kältemittelkreislauf Antriebsenergie (in Form von Strom oder Gas) zugeführt, die das dampfförmige Kältemittel verdichtet. In einem Kondensator wird das Kältemittel anschließend wieder verflüssigt, wobei es sowohl die zugeführte Antriebsenergie als auch die gespeicherte Umweltwärme auf einem höheren Temperaturniveau an das Heizmedium abgibt.

Wie effizient eine Wärmepumpe als Heizquelle arbeitet, zeigt das Verhältnis der eingesetzten zur erzeugten Energie. Um verschiedene Bauarten und Modelle vergleichen zu können, wird unter Normbedingungen der so genannte COP-Wert ermittelt. Dieser Wert gibt an, wie hoch der Energiegewinn im Vergleich zum Energieeinsatz ist.

Wärmepumpen Aktionswochen vom 17. April bis 02. Mai 2010
Nach Angaben des Bundesverbandes Wärmepumpe (BWP) e.V. erreichen moderne Wärmepumpen dabei unter den genormten Prüfbedingungen COP-Werte von 4 bis 5. Einfacher ausgedrückt: Das 4- bis 5-Fache der eingesetzten Energie wird als wieder als Wärme erzeugt.

Wärmepumpen können übrigens auch zur Kühlung eingesetzt werden. Da die Temperatur im Erdreich geringer ist als die Temperatur im Raum, können beispielsweise Sole / Wasserwärmepumpen, die Kühle des Erdreiches direkt nutzen. Diese Art der Kühlung geschieht sehr energieeffizient, da nur ein sehr geringer Energieaufwand dafür benötigt wird.


Um die Effizienz von Wärmepumpen weiter zu erhöhen, forschen Wissenschaft und Industrie laufend an neuen Technologien. Ausgestattet mit immer besseren Wirkungsgraden, betrieben durch Ökostrom oder regenerative Energieträger werden Wärmepumpen künftig einen noch größeren Beitrag zum Klimaschutz leisten können.

Wer sich umfassend über die ausgereifte Technik der Wärmepumpe, Fördermittel und Ansprechpartner informieren will, findet auf www.waermepumpe.de aktuelle und fachkundige Auskunft.

Vom 17.04.-02.05.2010 geben darüber hinaus die Wärmepumpen-Aktionswochen bundesweit jedem Interessenten die Möglichkeit, sich selbst vor Ort ein eigenes Bild zu machen.


Die Wärmepumpe im eigenen Haus

Bilder und Grafiken: Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V. Berlin.






Das Prinzip der Wärmepumpen-Technik

Wärme wird der Erde, dem Grundwasser oder der Außenluft entzogen und auf einen Kältemittel-Kreislauf übertragen. Das Kältemittel verdampft bereits bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen. Mit Hilfe von Strom wird es verdichtet, seine Temperatur steigt weiter. Am Verflüssiger gibt das Kältemittel schließlich seine Wärme an das kühlere Heizwasser ab. Dabei wird es wieder flüssig, der Druck sinkt und der Vorgang beginnt erneut. Bei diesem "thermodynamischen" Kreislauf kann eine Wärmepumpe bis zu 75% der benötigten Heizenergie aus regenerativen Energien ziehen.

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