So schützen Sie Ihre Photovoltaik-Anlage vor Einnistung von Tauben

Mehr als die Hälfte aller installierten Photovoltaik-Anlagen haben ein Tauben-Problem: Stadt- und Felsentauben nisten sich gerne in dem Raum zwischen dem Solarmodul und dem Dach ein und bauen dort ihre Nester. Unter den Solarmodulen ist es warm und trocken - optimale Bedingungen für das Ansiedeln von Tauben.

Solarmodule auf Hausdach
Viele Hausbesitzer klagen über Tauben- oder Vogel-Einnistungen unter den Solarmodulen auf dem Hausdach. Aber da gibt es eine Lösung! Foto: mischa-frank-unsplash.com


Die Module der PV-Systeme sind meist auf Vierkantrohren montiert, die Taubennestern Halt bieten können. Dadurch sammelt sich unter den Modulen Nistmaterial wie Äste und Zweige sowie Taubenkot. Das führt dazu, dass Regenwasser nicht mehr vollständig ablaufen kann; es entsteht ein Rückstau, wodurch Wasser unter die Dachziegel dringt und in der Folge Wasserschäden verursacht.

Hinzu kommt, dass sich das lose Nistmaterial und getrockneter Taubenkot in den Dachrinnen ansammelt. Dies bildet mit der Zeit eine homogene Masse, die Dachrinnen und Fallrohre verstopft.

Wie funktioniert eine Solar-Vogelabwehr?

Sollten sich bereits mehrere Tauben auf dem Dach und unter der PV-Anlage niedergelassen haben, hilft nur eine langanhaltende und effektive Dauerlösung: Die Solaranlage muss mit einer Solar-Vogelabwehr ringsherum lückenlos verschlossen werden, damit keine Taube mehr in den Hohlraum unter den Solar-Panels eindringen kann.

Ein solcher Taubenschutz für PV-Systeme besteht aus einem stabilen Kunststoffstreifen, der zwischen Dach und Solarmodul befestigt wird. Dieser Streifen verfügt über Nadeln, die auf dem Dach aufliegen und verhindern, dass Tauben unter die Solar-Panels gelangen können.

Die Nadeln sind untereinander mit einer Verbindungsbrücke verbunden, die bewirken sollen, dass die Vögel nicht zwischen den Nadeln hindurchkriechen können. Dieser Taubenschutz besteht aus einem soliden Kunststoffmaterial, das von Tauben nicht zerstört werden kann. Ein solcher Taubenschutz für die Photovoltaik-Module auf dem Hausdach ist mit einer Clip-Konstruktion versehen, die für eine sehr einfache Montage sorgt und die gleichzeitig nicht von den Vögeln gelöst werden kann.

Taubenschutz für Solarmodule
Ein Taubenschutz für Photovoltaik-Systeme auf dem Dach besteht aus einem stabilen Kunststoffstreifen, der zwischen Dach und Solarmodul befestigt wird und keine Vögel mehr herein lässt. Bild: webseite von birdblocker.eu/de/


Warum ist Taubenabwehr für Solarmodule wichtig?

Das von den Tauben herangeschaffte Nistmaterial besteht vorrangig aus Zweigen. Diese können Kratzer in der Schutzfolie des Solarmoduls hervorrufen, die das Panel irreparabel beschädigen oder zumindest seine Leistungsfähigkeit beeinträchtigen können. Durch das ständige Hin- und Herfliegen können die Solarmodule zusätzlich durch Vogelkot verschmutzt werden, was zu einer weiteren Leistungsminderung führt.

Des Weiteren muss bedacht werden, dass das trockene Nistmaterial leicht entzündlich ist. Im Fall eines Brandes sorgt dies für ein schnelles Ausbreiten des Feuers. Darüber hinaus befinden sich die Tauben ständig in der Nähe der Verkabelung und der Elektronik. Der säurehaltige Vogelkot kann hier für zusätzliche dauerhafte Schäden führen.

Abschließend noch folgender Hinweis: Sollte sich bereits ein Taubennest unter einer Solaranlage befinden, darf dieses nicht ganzjährig entfernt werden! Als Faustregel gilt ein Bestandsschutz etwa von Mitte April bis Mitte Juli. Außerhalb dieser Zeit ist es meist zulässig, gegen eingenistete Tauben vorzugehen. Hier sollte man sich vorab über die aktuell und regional geltenden Gesetze informieren.

Beitrag: Economy Online-Marketing, 2611 CD Delft, economy.nl


  BauPraxis Link Tipp

Prinzipiell ist es egal, ob es sich um ein Walmdach, ein Satteldach, ein Mansardendach oder gar ein Flachdach handelt. Die PV-Anlage kann auf jedem Dach montiert werden. Und es gibt auch ganz unterschiedliche Arten der Montage. Anlagen für den privaten Gebrauch dürfen selbst montiert werden. Den Anschluss an das Stromnetz muss allerdings ein ausgebildeter Elektrotechniker vornehmen.



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